Gelateria di Berna – Eiskalte Leidenschaft

5 Aug

In der Schweizer Bundeshauptstadt gibt es an einem heissen Sommertag viel zu erleben: Man kann sich zur Abkühlung in der Aare treiben lassen oder die Bären beim Rumtollen beobachten. Wer sich weder als Wasserratte noch als Tierfreund sieht, dem sei ein Besuch in der «Gelateria di Berna» empfohlen. Im Herzen des studentischen Szenequartiers «Länggasse» stellt ein vierköpfiges Team in ihrer kleinen Produktions- und Verkaufsstätte eine beeindruckende Auswahl an Glacés und Sorbets her. Optimal ergänzt wird das bunte Angebot durch das gleich neben der Gelateria liegende «Caffè Bar Sattler». Gelati & Apéro können so wunderbar miteinander vereint werden. Der stellvertretende Geschäftsführer Jan de Wurstemberger nahm sich die Zeit und erklärte mir sein Handwerk, das er mit viel Herzblut ausübt. Und diese Passion überträgt sich direkt auf das Produkt. Die liebe S., meine Fotografin, und ich probieren nur einen Bruchteil des Angebotes und sind begeistert: Innovative Kombinationen wie Grapefruit mit schwarzem Pfeffer und Joghurt mit Sesam und Honig kontrastieren klassische Geschmacksrichtungen wie Vanille oder Schokolade. Auch wenn die Glacés in grossen Behältern produziert werden, kommt es bei der Herstellung doch sehr auf die Präzision an.

Die Mengen müssen zum Teil bis auf das Hundertstelgramm präzis abgewogen werden, damitdas Resultat immer in der gleichen Qualität daherkommt. Dementsprechend lange dauert es auch, bis ein Rezept erfunden ist. Oft braucht es viele Durchgänge mit variierendem Verhältnis der Zutaten, bis die Kombination perfekt ist. Nicht nur die Leidenschaft in der Produktion legt das Fundament für den optimalen Genuss, sondern auch das Wissen über die Grundprodukte und deren Herkunft und Zusammensetzung. Es gibt keine Fertigmischung und keine künstlichen Farbstoffe oder Aromen. «Unsere Pistazien etwa sind nicht mit anderen Nüssen gestreckt, nur damit die Sorte mehr Umsatz bringt», erklärt Jan.

Auch in der Winterzeit, wenn die Eisdiele geschlossen ist, nutzt das Team die Zeit neben der Planung der nächsten Saison unter anderem dazu, die Produzenten ihrer Rohstoffe zu besuchen. Dies wirke sich auf das Endprodukt ihrer Arbeit aus, ist Jan überzeugt. Denn es macht einen Unterschied wenn man weiss, von welchem Betrieb im Piemont die Haselnüsse kommen, als wie wenn man einfach einen Beutel beim Grossverteiler holt. Dass diese Einschätzung nicht ganz falsch sein kann, lässt sich leicht überprüfen, indem man nach dem Bärenbesuch oder einem «Aareschwumm» selber in der «Gelateria die Berna» vorbeischaut.

About these ads

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: