Orientalisch gewürzte Hähnchenbrust im Krautstielmantel an Safran-Tagliatelle

22 Jul

Nach einigen Wochen ohne Post meldet sich Irrsinn dans la Cuisine zurück mit einem sommerlichen Gericht mit orientalischer Note. Nach einer kleinen Bike-Tour auf den Gurten habe ich heute Mittag Appetit und nehme die Pouletbrüstli, die ich über Nacht im Kühlschrank auftauen liess, aus demselbigen. Nachdem das Fleisch kalt abgespült und trocken getupft wurde, platziere ich es auf Krautstielblättern, die knapp eine Minute im kochenden Salzwasser blanchiert wurden. Zuvor muss man das Grün des weissen Stiels entledigen. Das Wasser habe ich noch mit einigen Safranfäden verfeinert, das rundet den leicht krautigen Geschmack der Blätter schön ab. Das Kochwasser kann später nochmals verwendet werden, damit die kostbaren Blütennarben nicht der Verschwendung zum Opfer fallen.

Die Auslegeordung aus Poulet und dem trocken getupftem Krautstiel wird nun grosszügig mit einer fein gemörserten Mischung aus weissem Pfeffer, Kreuzkümmel, Meersalz, Raz el Hanout und Sternanis bestreut. Bevor ich die Fleischstücke vorsichtig in die labbrigen Blätter einwickle, schneide ich noch feine Schnittlauchringe darüber. Irgendwie passt diese Kräuterart nicht wirklich zum Gewürzmix, da nicht gerade orientalisch. Aber mein Kräuter-Balkon-Garten ist zur Zeit leider auch in einer inoffiziellen Sommerpause. Wie auch immer, ich lasse die Päckchen so eine Viertelstunde bei Küchentemperatur liegen, während ich mich an den nächsten Arbeitsschritt mache.

Ich hacke eine gelbe Zwiebel in feine Würfel (und zwar genau so) und dämpfe sie in einer Pfanne in Olivenwürfel an. Dann kommen grob geschnittene Kartottenstücke hinzu und kurze Zeit später gebe ich einen grosszügigen Schuss Weisswein, sowie Hühnerbrühe, Halbrahm und ein paar junge Loorberblättchen hinzu. Die Stielkrautpäckchen sollten möglichst mit Flüssigkeit bedeckt sein, während sie in der geschlossenen Pfanne eine Viertelstunde lang bei kleiner Flamme vor sich hin blubern. Bei Halbzeit gebe ich Streifen einer im Safranwasser blanchierten Pepperoni dazu. Dann koche ich frische Tagliatelle 2 Minuten im selben Sud und giesse sie in ein Sieb ab.

Gerichte mit flüssiger respektive viel Sosse richte ich gerne in tiefen Tellern an. Damit nicht einfach alles im Gemüsesud ertrinkt und damit langweilig und nach Resteessen ausschaut, platziere ich zuerst die Tagliatelle in der Mitte. Wenn man sie mit einer zackigen Kelle oder einer Gabel aufdreht, bringt man schon etwas Höhe in die optische Erscheinung.

Anschliessend werden die wunderbar saftigen Karottenstücke rundherum an die Pasta gelehnt. Ein erster Löffel voll Sauce nur über die Nudeln gibt ihnen die nötige Feuchte. Anschliessend kommt das Fleisch, auf dem Bild aufgeschnitten, oben drauf. Dann begiesse ich mein Werk grosszügig mit der duftenden Flüssigkeit und gebe die Paprikastücke dazu. Ein Lorbeerblat aus dem Sud dient zusammen mit einer Zitronenthymian-Blüte als Deko. Bon App!

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