Zu Besuch in Ascona – Osteria Nostrana

7 Apr

Wie viele Schweizer und andere Bewohner der deutschsprachigen Alpennordseite verbringe ich mit Freundin S. das Osterwochenende im Tessin. Nach einer mehr oder weniger gemütlichen Zugfahrt kommen wir in Ascona an. Wir inspizieren zuerst unser lauschiges Appartement und machen uns dann auf den Weg an die Piazza, wo uns von einer Bekannten ein Restaurant empfohlen wurde.

Die Osteria Nostrana gehört zur Gruppe von Fred Feldpausch und strahlt dieselbe Gemütlichkeit und Eleganz aus, wie alle Lokalitäten direkt am Ufer des Lago Maggiore. Der Laden ist, wie alle Restaurants an der Piazza am Karfreitag, fast komplett belegt. Die Köche in der offenen Küche arbeiten in einem beeindruckenden Tempo und produzieren wie am Fliessband italienische Köstlichkeiten. Beim Rundgang durch die Gaststätte lasse ich den Blick über die Teller der bereits länger anwesenden Gäste schweifen. Die Pizzen sehen grandios aus und sind grosszügig belegt. Die erkennbaren Zutaten wie Rohschinken oder Artischocken wirken frisch und machen Appetit.

Wir platzieren uns an einem Tischchen draussen, da es da etwas ruhiger ist, und bestellen eine Flasche Poggiosolivo Ticino aus dem regionalen Weingut von Carlo Tamborini. Das leuchtende Rubinrot des Merlottraubensaftes kommt erst heute so richtig zur Geltung, weil es abends schon zu dunkel ist (Ja, die restliche Flasche kam mit ins Appartement). Ansonsten hält der Wein, was man sich von einem Merlot aus dem Tessin verspricht: intensiv in der Nase und geschmeidig im Gaumen. Die Fruchtnote fällt eher geringer aus, als bei einigen seiner Kollegen.

Wir bestellen zwei Salate, die prompt serviert werden. Der Kellner fällt durch seine hektische Arbeitsweise auf, aber man kann es ihm nicht verübeln bei fast randvollem Haus. Das durch seine Bewegungen versursachte Scheppern vertuscht er gekonnt mit undefinierbarem italienischem Singsang. Der Salat ist frisch und mit  knackigen Cherrytomaten und Zucchetti veredelt.

Der Wind frischt langsam auf, das Seepanorama ist dennoch atemberaubend und der Hauptgang wird serviert: Gnocchi mit Mascarpone und Tomatenwürfeln überbacken für die Dame und einen grünen Risotto mit Steinpilzen und Spargeln für den Herren. Der Risotto ist noch etwas körnig, schmeckt aber trotzdem toll. Bei den hausgemachten Gnocchi gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden. Satt und mit Lust auf neue Restaurantexperimente schlendern wir entlang der Seepromenade zurück ins Appartement. Danke Osteria Nostrana!

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Eine Antwort zu “Zu Besuch in Ascona – Osteria Nostrana”

  1. Ruby April 22, 2012 um 11:53 vormittags #

    I thuohgt I’d have to read a book for a discovery like this!

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