Tag 7.5 – The Ultimate

14 Feb

Nach einem letzten sonnigen Tag schlenderte ich mit Freund O. gegen 22.00 Uhr die Istiklalcaddesi entlang, bis wir in eine Seitegasse einbogen. Die kleine Açik Mutfak (offene Küche) liegt etwas versteckt, so dass man bei einem Besuch vorher besser eine Karte konsultiert. Der erste Eindruck machte dem Namen alle Ehre. Gleich beim Eingang befand sich eine kleine, aber vorbildlich ausgerüstete und organisierte Küche. Auf den hölzernen Arbeitsfläschen versammelten sich bunten Schalen und kleine Töpfe zu einem Buffet mit frischen Speisen, im Hintergrund brodelte es über zwei der sechs Gasflammen. In der rustikal charmanten Beiz mit Wohnzimmeratmosphäre wurde der RakI in 2dl-Flaschen serviert. Der Aniszauber heizte ein und so waren wir froh über den zügigen Service.

Eine Anleitung, wie man das Feuerwasser trinkt, gabs inklusive. Gestartet wurde alsbald mit einer Joghurt-Tomatensuppe. Sanft in der Säure, harmonisch. Die gehackten Kräuter verliehen ihr das gewisse Etwas. So durfte es weitergehen. Als zweiten Gang bestellen wir die obligate Meze, was sich auszahlte! Jede einzelne Komponente war ausgezeichnet. Frisch zubereitet und perfekt abgeschmeckt. Jede Zutat funktionierte auf grossartige Art und Weise mit den anderen Elementen.

Meze Turkish Food

Rahmiger Sellerisalat, wilder Rucola an einer süssen Balsamicososse, Eiersalat mit Hüttenkäse, ein präzis blanchierter Salat aus Karotten und Lauch, frittierte Auberginen, Rahmspinat mit etwas Biss und cremigen Humus. O&O schlugen so richtig zu, strichen und spachtelten die Leckereien auf frisches Baguette. Die Platte war noch nicht ganz leer, da fragte die Bedienung, ob sie die hausgemachten Ravioli mit Joghurtsosse servieren dürfe. Na klar doch!

Die Ravioli konnten mit den ersten beiden Gängen locker mithalten. Köstlich wenn man die leichten Teigtäschen, deren Fülling aus Rindfleisch und Zwiebelchen vor dem Kochen scharf angebraten wurde, mit der Zunge am Gaumen zerdrückte. Der Teig war hauchfein und die leicht säuerliche Johurgtsosse gab dem eher derben Geschmack eine gewisse Eleganz. Ich ass bis und mit dem letzten Bissen alles auf. Dann fegten wir mit vereinten Kräften noch fast die restliche Mezeplatte leer. Ein wirklich krönender Abschluss für die Woche mit der Reisegruppe Ebrietas. Ich werde die Zeit in bester Erinnerung behalten. Und immer wieder Hunger bekommen, wenn ich daran denke.

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